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Info "Hornhautverkrümmung" |
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Die Hornhaut
Unser "Fenster zur Welt" ist die Hornhaut, die hochtransparente, schützende Aussenhaut unseres Auges.
Der Hohlraum zwischen ihr und der Regenbogenhaut (Iris) mit der Pupille ist mit dem Kammerwasser gefüllt,
das die vorderen Augenpartien versorgt. Nach Aussen wird die Hornhaut durch die Tränenflüssigkeit geschützt,
die sich wie ein Film auf die Hornhaut legt.

Vom optischen System Auge her hat die Hornhaut den grössten Anteil an der Lichtbrechung bzw. Lenkung ins Auge.
Die elastische Augenlinse dient nur zur Feineinstellung.
Im Idealfall - tatsächlich nur bei gut 50% aller Menschen - ist die Hornhaut einigermassen gleichmässig gewölbt,
so dass das entstehende Bild nicht oder nur sehr wenig verzogen wird. Ist dem nicht so, spricht man von einer
Hornhautverkrümmung. Ein auf ähnliche Weise verzogenes Bild kann aber auch durch die Linse oder die Netzhaut
verursacht sein; die internationale Bezeichnung "Astigmatismus" umfasst all diese Fälle.

Optischer Effekt einer Hornhautverkrümmung bzw. eines Astigmatismus.
Bei einer Hornhautverkrümmung werden die Lichtstrahlen nicht aus allen Richtungen am gleichen Ort scharf abgebildet.
So entsteht ein "Stabsehen" (daher Astigmatismus von griechisch Astigma = punktlos): Statt eines Punktes sieht man einen
Strich und insgesamt ein unscharfes Bild.


Durch eine astigmatische Linse (als Brillenglas oder Kontaktlinse) wird der Strahlengang so korrigiert, dass sich die
Lichtstrahlen aus den verschiedenen Richtungen wieder an einem Ort treffen: Ein Punkt ist wieder ein Punkt.


Korrektion einer Hornhaut-Verkrümmung
Die Hornhautverkrümmung ist neben Kurz- und Übersichtigkeit sowie der Alterssichtigkeit einer der häufigsten Gründe,
um eine Brille oder Kontaktlinsen zu tragen. Häufig tritt eine Hornhautverkrümmung gleichzeitig mit einer anderen
Fehlsichtigkeit auf.
Korrektion mit Brille
Mit Brillengläsern lassen sich Hornhautverkrümmungen perfekt kompensieren, oft kombiniert mit der Korrektion einer
anderen Fehlsichtigkeit (Kurz-, Über- oder Altersichtigkeit).

Mit ungleichmässig gekrümmten (torischen) Brillengläsern oder Kontaktlinsen können die Verzerrungen der
Hornhautverkrümmung kompensiert werden.
Korrektion mit Kontaktlinsen
Grundsätzlich funktioniert die Astigmatismus-Korrektur mit Kontaktlinsen gleich wie mit der Brille. Bei den
Kontaktlinsen bewegt sich aber die Korrektur mit den Augen und ist deshalb präziser. Auf der anderen Seite ist es
aber auch schwieriger, die Kontaktlinse so im Auge zu stabilisieren, damit sie sich nicht dreht, aber aus
Verträglichkeitsgründen doch etwas beweglich bleibt.
Für die benötigte Stabilisation gibt es verschiedene Methoden: Man kann die Linse unten dicker machen, damit sie wie
ein Pendel im Auge "hängt". Dies ist die sog. Prismenstabilisation. Man kann die Linse an einer Seite "abschneiden",
damit sie am Lid aufsteht (Stutzkante), oder man kann eine Wulst auf die Linse machen, damit sie sich am Oberlid
ausrichtet. Dies ist dann die dynamische Stabilisation. Bei stärkeren Verkrümmungen auf der Hornhaut, kann auch die
Radiendifferenz der Hornhaut zur Stabilisation verwendet werden. Oft werden verschiedene Methoden auch kombiniert.

Kurztest Hornhautverkrümmung:
Sehen Sie mit einem Auge die dunklen Zwischenräume nicht blau sondern grau, haben Sie allenfalls eine Hornhautverkrümmung.
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