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Ophthalmic and Physiological Optics 3/2008:

Attraktive Brillenkinder
Subjects compared a series of 24 picture pairs and answered six questions regarding which child he or she would rather play with, looks better at playing sports, appears smarter, appears nicer, looks more shy and looks more honest. The children in each pair of pictures differed by gender, ethnicity and spectacle wear. Logistic regression was performed to determine the probability and confidence interval that a subject would pick a particular child. Eighty subjects between the ages of 6 and 10 years participated. The average (+/-SD) age of the subjects was 8.3 +/- 1.3 years, 42 (53%) were females, 51 (64%) were whites, 21 (26%) were blacks, and 30 (38%) wore glasses. The spectacle wearer appeared smarter and more honest, and children who wore glasses looked smarter regardless of whether the child picking wore glasses.

Zusammenfassung in Deutsch, wie er in vielen Zeitungen und Zeitschriften erschienen ist: Die Wissenschaftler porträtierten Kindern im Alter von sechs bis zehn Jahren. Anschliessend kopierten sie eine Brille in das Gesicht des Kindes hinein. So hatten sie zwei identische Kinderporträts, die sich nur durch die Brille unterschieden. Diese Fotos wurden insgesamt 80 Kindern vorgelegt, ebenfalls zwischen sechs und zehn Jahren alt. Sie sollten beurteilen, welches Kind intelligenter und besser aussieht und welches sie für sportlicher, schüchterner und ehrlicher halten. Zuletzt fragten die Tester, mit welchem Kind sie lieber spielen würden. Viele Kinder glauben, dass gleichaltrige Kinder mit Brille intelligenter seien als andere. Die Studie kann jedenfalls ausschliessen, dass Kinder sich bei der Beurteilung von Schüchternheit, Attraktivität oder Sportlichkeit von einer Brille beeinflussen lassen.


Tages Anzeiger 26.10.07:

Voller Durchblick dank Kunststoff
Ein transparentes Scheibchen soll Menschen mit zerstörter Hornhaut vor dem Erblinden bewahren.
(Von Anke Brodmerkel, leicht gekürzt)
Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Angewandte Polymerforschung in Golm bei Potsdam haben eine künstliche Hornhaut entwickelt, die künftig allein in Europa jedes Jahr mehreren zehntausend Menschen das Augenlicht retten könnte. Das Vorhaben namens «Artificial Cornea Project» (deutsch Projekt «Künstliche Hornhaut»), an dem sich insgesamt zehn Teams aus vier europäischen Ländern beteiligen, wird von der EU mit umgerechnet über 1,6 Millionen Franken unterstützt. Bisher mussten Patienten, deren eigene Hornhaut beispielsweise bei einem Arbeitsunfall verätzt oder durch eine Virusinfektion beschädigt wurde, auf eine Spenderhornhaut warten. Bei der Operation wird der zentrale Teil der natürlichen Hornhaut kreisförmig entfernt und das neue Gewebe eingesetzt und vernäht.Die Gefahr einer Abstossung ist im Vergleich zu einer Organtransplantation zwar gering. Denn die Hornhaut des Auges ist nicht durchblutet, sondern wird nur per Diffusion mit Nährstoffen versorgt. Spenderhornhäute aber sind Mangelware; jährlich warten in Europa etwa vierzigtausend Menschen auf das winzige Stück Gewebe.Schon länger versuchen Wissenschaftler daher, künstliche Hornhäute zu entwickeln - bislang mit wenig Erfolg. Denn an das Material werden sehr widersprüchliche Anforderungen gestellt. Einerseits soll es am Rand fest in das natürliche Gewebe einwachsen, andererseits dürfen sich in der Mitte des Implantats keine Zellen absetzen, da sich das Material ansonsten trüben würde. Die Fraunhofer-Forscher haben nun eine künstliche Hornhaut entwickelt, die beide Anforderungen zu erfüllen scheint. «Basis unseres Implantats ist ein wasserabstossendes Polymer, auf dem sich keine Zellen ablagern können», erklärt der Projektleiter Joachim Storsberg. Um welches Material es sich dabei genau handelt, will der Chemiker noch nicht verraten.Damit die künstliche Hornhaut trotz ihrer wasserabstossenden Eigenschaften gut in das verbliebene Gewebe des Patienten einwachsen kann, haben die Forscher sie am Rand mit einer speziellen Beschichtung versehen. «Wir verwenden ein künstlich hergestelltes Protein, das bestimmte Sequenzen eines Wachstumsfaktors enthält», sagt Storsberg. «Die umliegenden Zellen erkennen diese Sequenzen und werden so dazu angeregt, sich zu vermehren und sich auf der Oberfläche des Hornhautrandes anzusiedeln.» Anders als der natürliche Wachstumsfaktor, der so genannte Epidermal Growth Factor, ist das künstliche Protein auf Grund seiner speziellen Form hitzestabil. «Das ist wichtig, damit die Hornhaut die spätere Sterilisation, die für eine Transplantation nötig ist, unbeschadet übersteht», erklärt Storsberg. Schliesslich muss die künstliche Hornhaut noch eine weitere Anforderung erfüllen: «Auf ihrer Vorderseite darf sie nicht wasserabstossend sein, da sie ansonsten nicht vom Tränenfilm geschützt würde und der Tragekomfort sehr gering wäre», sagt Storsberg. Aus diesem Grund haben die Forscher ihr Implantat auf einer Seite mit einer ultradünnen, wasseranziehenden Schicht versehen. «Das allerdings war ähnlich schwierig wie der Versuch, Wasser und Öl miteinander zu vermischen», sagt Storsberg.
Im Labor haben Forscher um Karin Kobuch von der Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde am Universitätsklinikum Regensburg die künstliche Hornhaut bereits überprüft. «Hornhautzellen, die wir Schweineaugen entnommen haben, sind am Rand der künstlichen Hornhaut sehr gut angewachsen und haben ihr Wachstum dort gestoppt, wo die Beschichtung aufhört», sagt Kobuch. Das optische Zentrum des Implantats sei dadurch klar geblieben. Als Nächstes wollen die Medizinerin und ihre Kollegen die künstliche Hornhaut in präparierten Schweineaugen testen. «So können wir zum einen schon einmal die Operationstechnik üben und zum anderen überprüfen, ob das Implantat in vitro gut einwächst», sagt Kobuch. Bereits jetzt werden die Implantate auch in vivo, also an lebenden Tieren, getestet. An den Universitätskliniken Regensburg und Halle-Wittenberg laufen derzeit Studien an Kaninchen, bei denen speziell das Design der künstlichen Hornhaut überprüft wird. Mit den Ergebnissen der Untersuchungen rechnet Georg Langstrof, Geschäftsführer der Krefelder Firma Rhine-Tec und einer der beiden Koordinatoren des Projekts, Mitte November.«Frühere Studien mit einem anderen Design haben bereits gezeigt, dass die Kaninchen die künstliche Hornhaut gut vertragen», sagt Langstrof. Nun gehe es vor allem darum, das Design weiter zu optimieren. Langstrof ist daher zuversichtlich, dass die neuen Hornhäute ab Frühjahr nächsten Jahres auch an Menschen getestet werden.


Aargauer Zeitung 26.10.07:

Künstliche Augen aus dem Labor
Forscher halten die Herstellung von menschlichen Augen im Labor als Ersatz für beschädigte oder fehlerhafte Sehorgane in Zukunft für möglich. Bei Fröschen sind die Versuche bereits weit gediehen. Ein Wissenschafterteam der britischen Uni Warwick entdeckte ein Schlüsselenzym, das die Entwicklicklung von Augen auslöst, wie es im Magazin «Nature» heisst. Der biololgische Schalter namens E-NPDase2 verursache eine Kaskade von Reaktionen, die zur Herausbildung des Sinnesomans führten. -Die Forscher konnten bei Fröschen zusätzliche Augen erzeugen. (SDA)


Liechtensteiner Volksblatt 08.08.07:

Weltmeister droht Karriere-k.o.
BOXEN - Wegen eines Augenleidens droht dem australischen Supermittelgewichts-Weltmeister Anthony Mundine (32) das Karrierenende. Der WBA-Champion (und frühere Rugby-Spieler) hatte eine Kontaktlinse mit dem Mund gesäubert, sich deswegen eine Infektion zugezogen und einen grossen Teil der Sehkraft auf dem linken Auge eingebüsst. (si)


Medical Tribune 11.05.07:

Auch interne Behandlung bedenken / Trockene Augen brauchen Fett
Trockene Augen sind ein lästiges bis belastendes Symptom, nicht nur bei der Arbeit. Dahinter verbirgt sich selten einfach eine vermehrte Verdunstung der Tränenflüssigkeit, sondern ein komplexeres Syndrom, das auch von innen her angegangen werden kann. Antientzündliche Fettsäuren, mit der Nahrung eingenommen oder substituiert, können hier - ähnlich wie im kardialen Bereich und bei rheumatischen Krankheiten – sehr hilfreich sein. Dr. Melanie Eberle, Emmenbrücke, hat gute Erfahrungen mit Omega-3-Fettsäuren gemacht.
Anlässlich der Fortbildung "Neue Therapieansätze beim Trockenen Auge" erläuterte Dr. Eberle die Pathophysiologie beim Trockenen Auge: An der Befeuchtung der Augenoberfläche sind erstens die wässrige Tränenflüssigkeit, zweitens die Muzinsekretion und drittens eine Lipidphase beteiligt.
Wer beispielsweise bei konzentrierter Bildschirmarbeit zu selten blinzelt, versorgt die Kornea zu wenig mit dieser befeuchtenden Dreierschicht. Hier findet eine verringerte Befeuchtung statt. Aber es spielen häufig nicht nur solche eher mechanischen Faktoren, sondern weitaus komplexere Abläufe der Tränensekretion eine Rolle. Die Evaporation ist gesteigert, wenn die Sekretion der Lipid- und Muzinschicht beeinträchtigt ist, und hier spielen entzündliche Prozesse eine Rolle. Der Tumornekrosefaktor alpha beispielsweise blockiert die Tränensekretion. Zusammenhänge zwischen Augentrockenheit und entzündlichen Krankheiten sind zum Beispiel beim Sjögren-Syndrom evident.
Da ungesättigte Fettsäuren die Ausgangssubstanzen für die Botenstoffe der Entzündungskaskade sind, haben sie bei allen Entzündungsprozessen eine hohe Bedeutung. Die essenziellen Omega-6- (eher pro-entzündlich) und Omega-3-Fettsäuren (eher anti-entzündlich) müssen von extern zugeführt werden. Es gibt keinen Metabolisierungsweg, der Omega-6- in Omega-3-Fettsäuren umwandeln könnte. Das Verhältnis sollte 5: 1 betragen, liegt bei der heutigen Ernährung aber sehr zuungunsten der Omega-3-Fettsäuren verschoben (eher 10:1). Die Zufuhr der Omega-6-Fettsäuren, die beispielsweise in Form der Arachidonsäure in fettem Fleisch oder fetter Wurst überreichlich ist, muss gesenkt, die der Omega-3-Fettsäuren gesteigert werden.

Omega-3-Fettsäuren wirken am Auge
Es gibt Daten, die zeigen, dass Omega-3-Fettsäuren die Tränenproduktion fördern und umgekehrt entzündliche Veränderungen bremsen. Die Omega-3-Fettsäure DHA (Docosahexaensäure) ist im Auge in hoher Konzentration vorhanden.
Bei Trockenem Auge liegt bereits ein Fundus an Evidenz für die Wirksamkeit der Omega-3-Fettsäuren vor. Dr. Eberle hat mit der regelmässigen Substitution, für die beispielsweise das Omega-3-säurenreiche Leinöl geeignet ist, auch in der Praxis gute Erfahrungen gesammelt.


Merkblatt des Bundesamtes für Gesundheit BAG, zu afokalen (unkorrigierten) kosmetischen Kontaktlinsen:
Merkblatt BAG, Deutsch PDF Deutsch Merkblatt BAG, Deutsch PDF Français



SonntagsZeitung 12.12.2004

Eine Kunststofflinse kopiert das Krakenauge
Tausende, nur wenige Nanometer dicke Kunststoffschichten mit unterschiedlicher Brechkraft wirken selbst dann wie eine gekrümmte Linse, wenn sie vollkommen flach sind. Eine solch flache Linse mit variablem Brechungsindex - wie sie auch die Krake besitzt - haben US-Forscher nun aus hundert dünnen Kunststofffilmen hergestellt. die wiederum aus je 6000 unterschiedlichen Polymerschichten bestehen. Einer der Forscher hat sich bereits eine Brille hergestellt, die trotz flacher Gläser seinen Sehfehler korrigiert


Gesundheitsnachrichten 2.10.2004

Augenschutzn und Ernährung
Die Bedeutung der Ernährung bei der Entwicklung von Augenkrankheiten ist umstritten. Vermehrt untersucht wurde in diesem Zusammenhang die altersabhängige Makuladegeneration (AMD). Hinweise, dass eine Ernährung mit viel Obst einen schützenden Effekt hat, liefert eine Studie an 70'000 Frauen und 40'000 Männern, in der die Erkrankung an AMD sowie die Ernährungsgewohnheiten erfasst wurden. Bei Personen, die mindestens dreimal täglich Obst assen, war das AMD-Risiko um 36 Prozent geringer als bei Personen, die weniger als eineinhalb Portionen zu sich nahmen. Dieses Jahr wurde eine weitere Studie veröffentlicht, in der eine Nahrungsergänzung mit dem Antioxidans Lutein, das auch in der Makula vorhanden ist, die Symptome einer AMD linderte. Eine luteinreiche Ernährung könnte also die Netzhaut vor degenerativen Prozessen schützen. Grünes Gemüse wie Kohl oder Salat enthält besonders viel Lutein.


Gekürzt aus "hautnah dermatologie" 4/2003

Melanom des Auges durch UV gefördert
In einer australischen Studie wurden 290 neu diagnostizierte Fällen 893 zufällig ausgewählten Kontrollen gegenüber gestellt. Die Teilnehmer gaben in einem detaillierten Interview Auskunft über Lebensstil und Aktivitäten, wobei die unterschiedlichen Stationen von Ausbildung, Arbeit etc. eigens abgefragt wurden. Die jeweils individuelle Lichtsensitivität wurde ebenso wie die geografische Breite des Wohnorts berücksichtigt. Die gewonnenen Daten liefern den bisher stärksten Beweis, dass Sonnenlicht, speziell die berufliche Exposition, die Entstehung der beiden häufigsten Formen des Melanoms am Auge, nämlich eines Aderhaut oder Ziliarkörper- Melanoms begünstigt. UV-Strahlung kann die okulären Strukturen bis zur Aderhaut am besten während der Kindheit durchdringen: ab einem Alter von etwa 25 Jahren geht die Transmission auf vernachlässigbare Werte zurück. Das bedeutet, dass die ersten 20 Lebensjahre bei der Verursachung eines Melanoms des Auges am stärksten ins Gewicht fallen. Diese Überlegung wird durch die hier gewonnenen Daten gestützt: Die kumulative Zeit, welche die Teilnehmer in einem Alter von 20 Jahren draussen verbrachten, korrelierte am engsten mit der Melanom-Inzidenz. Das Tragen einer Brille vor dem 21. Lebensjahr scheint das Risiko zu verringern.


Aargauer Zeitung 30.8.2003:

Krawattenzwang: Warnung vor Grünem Star.
Zu eng gebundene Krawatten können das Risiko, an grünem Star zu erkranken, deutlich erhöhen. Ursache dafür sind anscheinend zu enge Knoten, die den Augen-innendruck erhöhen, schreiben amerikanische Forscher in der Fachzeitschrift «British Journal of Ophthalmology».


Fit for Life 1.6.2003:

Spezieller Rekord für die OL-Läuferin Brigitte Wolf:
Schnellster Linsenwechsel.
Während eines Wettkampfes in Plaffeien hatte ein Ast ihre Kontaktlinse aus dem Auge katapultiert. Bei der Stadionpassage zeigte sie sich deshalb auf die Augen. Trainerin Irene Müller-Bucher griff zum Linsenschächteli in der Jackentasche, Wolf rief «links». Die Trainerin hatte den Deckel mit dem «L» in Windeseile geöffnet. Wolf stoppte, setzte die Linse ins Auge und zwei Sekunden später war sie schon wieder weg. Der finnische Trainer bat darauf Brigitte Wolf, ob sie ihm nicht mal einen Kurs im Linseneinsetzen geben könnte.


Aus dem Internet 11/2002:

Die Entwicklung von Kurzsichtigkeit bei Kindern mit unterkorrigierten Brillen.
Zusammenfassung: Ein Versuch, die Entwicklung der Kurzsichtigkeit bei Kindern mit leicht unterkorrigierten Brillen zu bremsen, musste abgebrochen werden, da diese Kinder im Vergleich zu der Kontrollgruppe eine 30% schnellere Zunahme der Kurzsichtigkeit zu verzeichnen hatten.


Eine Zusammenfassung in englisch
Der ganze Text in deutsch


Ophthalmologische Nachrichten, 05/2002:

Künstliche Kornea:Durchbruch in Perth
Forscher des Lions Eye Institutes in West-Australien haben eigenen Angaben zufolge die erste flexible, künstliche Hornhaut entwickelt. Das Kunstgebilde besteht aus einer weichen Plastik-Kombination und wird im Fall einer erkrankten oder geschädigten Kornea implantiert. Wie die Forscher berichten, lag die Erfolgsrate bei bisher 41 Patienten bei 80 Prozent. Die Ergebnisse präsentierten die Forscher um Celia Hicks auf dem 29. International Congress of Ophthalmology in Sydney. Die Neuentwicklung soll vor allem jenen Patienten helfen, deren Augen Hornhauttransplantate von Spendern abstossen. Spenderhornhäute würden aber ihre beherrschende Position in der Behandlung von Hornhautverletzungen oder -erkrankungen behalten, ist Prof. lan Constable, Direktor des Lians Eye Institute, überzeugt.
Die künstliche Hornhaut Chirila Kpro - benannt nach dem Entwickler des Materials, dem Plymerchemiker Prof. Traian Chirila - ähnelt vom Aussehen her weichen Kontaktlinsen. Doch das Material ist biokompatibel. Die optische Zone ist von einem Ring porösen Materials umgeben, in das augeneigenes Gewebe hineinwachsen kann. Dass sowohl die optische Zone als auch der Rand aus demselben Material bestehen, senkt nach Angaben der Forscher das Komplikationsrisiko. Die Implantation erfolgt in einem Schritt, ähnlich einer Hornhauttransplantation. Wann die künstliche Hornhaut auf den Markt kommt, stehe aber noch nicht fest. Das Lions Eye Institut beschäftigt sich seit mehr als sieben Jahren mit der Entwicklung einer synthetischen Kornea.
(web: www.general.uwa.edu.au/u/lei)


Deutsche Optikerzeitung, August 2002

Vitamin-Cocktail hilft den Augen
Fast jeder dritte Senior in der Bundesrepublik leidet unter Schäden an der Netzhaut (Makuladegeneration). Sie äusserst sich durch Verzerrtsehen, Störung des zentralen Sehens und im schlimmsten Falle um Ausfall des zentralen Sehfeldes. Mit einem Gemisch aus 500 mg Vitamin C, 400 IU Vitamin E, 15 mg Betacarotin, 80 mg Zinkoxid und 2 mg Kupferoxid täglich lässt sich die Erkrankung um bis zu 25 Prozent verhindern oder vermindern. Das hat, wie Prof. Albert Augustin, Direktor der Augenklinik im Städtischen Klinikum Karlsruhe, in der "Ärzte Zeitung" berichtet, eine amerikanische Studie mit 3640 Patienten ergeben. Eine Mischung aus den genannten Präparaten soll demnächst in den Apotheken erhältlich sein.


Deutsche Optikerzeitung, August 2002

Mit Euro-Münzen auf Rot-Grün-Blindheit testen
Forscher der spanischen Universidad de Extramadura http://wvm.unex.es haben festgestellt dass sich 5- und 20-Centstücke als Schnelltest für Farbenblindheit eignen. Für Rot-Grün-Blinde sollen sich die Münzen farblich nicht unterscheiden, berichtet das Team um Maria lsabel Suero von der Abteilung für Physik in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift Optics Express http://www.opficsex-press.org. Farbmessungen der Physiker konnten die versteckte Ähnlichkeit der Münzen bestätigen: Der Farbwert der kupfernen 1-; 2- und 5- Centmünzen liegt unmittelbar neben dem der goldenen 10, 20- und 5O-Centstücke. "Beim Euro-Design hat offensichtlich niemand an Rot-Grün-Blinde gedacht", sagte Suero, deren Team bereits seit drei Jahren Materialien des Alltags analysiert, die für Menschen mit Sehfehlern ein unvorhergesehenes Problem darstellen könnten.


Diverse Fachzeitungen 2002:

Hier der PR-Text eines deutschen Laserzentrums:
Adieu Lesebrille!
Bei der Scleral Expansion wird der Abstand zwischen Außenhaut des Auges (Lederhaut / Sklera) und der Linse so vergrößert, daß er dem jugendlichen Auge entspricht. Dadurch werden die äquatorialen Zonulafasern wieder unter Spannung gesetzt, so daß die effektive Kraftübertragung des Ringmuskels gewährleistet ist. Die Akkomodation funktioniert wieder - Adieu Lesebrille!
Um die kleinen Zonulafasern wieder zu spannen, muß der Durchmesser des Auges an der Stelle vergrößert werden, an der die äquatorialen Fasern verankert sind. Einen Ballon könnte man aufblasen, beim Auge funktioniert das nicht. Daher wird die Außenhaut des Auges, die Lederhaut, an 4 Stellen untertunnelt. In diese Tunnel wird je ein später unsichtbares Kunststofformteilchen, das nur 1 mm x 5,5 mm kleine Scleral Expansion Band, eingesetzt. Dadurch wird dieser Bereich unter Spannung gesetzt und damit der Abstand zur Linse vergrößert. Et voilà, nach nur 45 Minuten können sie wieder lesen. Der Operationsverlauf für Sie:
Die Operation dauert ca. 45 Minuten und wird von uns unter Lokalanästhesie ambulant durchgeführt. Für Sie ist der Eingriff völlig schmerzfrei. Den Erfolg der Maßnahme können Sie bereits unmittelbar nach Beendigung der Operation sehen. In den ersten 3 Monaten verbessert sich das Ergebnis noch durch den Trainingseffekt des Muskels.
Die Kosten für diese Operation liegen bei ca. DM 5.700 pro Auge. Darin enthalten sind sämtliche Kosten wie Anästhesie, Sach- und Operationskosten sowie die Nachsorge in den ersten Tagen.


Die Südostschweiz 26.04.2002

Blind für den Bruchteil ein Sekunde.
Sakkaden nennen Mediziner die ruckartigen schnellen Bewegungen der Augen. Forscher haben nun herausgefunden, warum der Mensch während der Sakkaden nichts sehen kann. Bochumer Wissenschaftler entdeckten Nervenzellen, die langsame Bewegungen verfolgen können, bei den sprungartigen Augenbewegungen aber ihre Funktion umkehren und die Wahrnehmung unterdrücken. Für den Bruchteil einer Sekunde ist der Mensch dadurch blind. Experten sprechen von einem wichtigen Forschungsergebnis, das verstehen helfe. wie das Gehirn Informationen dynamisch verarbeite.
Die Blindheit für den Bruchteil einer Sekunde kann jeder Mensch selbst testen Er muss dazu nur in einem Spiegel auf eines seiner Augen schauen, dann auf das andere und wieder auf das erste. Bei jedem Wechsel wird nur das Auge gesehen, aber nicht die Bewegung. Wenn nun das Experiment mit jemandem wiederholt wird, der der Testperson über die Schultern schaut, kann festgestellt werden, dass die Kontrollperson keine Probleme haben wird, die Augenbewegung wahrzunehmen.
Der Grund für diese kurzfristige Blindheit liegt nach Angaben der Wissenschaftler darin, dass das Gehirn eine stabile Welt der Umwelt erzeugen muss. Die Wahrnehmung werde während der Sakkade unterdrückt, um flimmerfrei sehen zu können. Andernfalls würde im Gehirn das gleiche verwackelte Bild wie bei einem Video entstehen, bei dem die Kamera ständig hin- und herbewegt werde. Über die Funktionsweise dieses lebenswichtigen Mechanismus diskutiert die Wissenschaft nach Angaben der Universität schon seit hundert Jahren.
Die Bochumer Forscher entdeckten nun in den Gehirnarealen MT und MST Nervenzellen, die auf eine bestimmte Bewegungsrichtung spezialisiert sind und diese Orientierung während einer Sakkade umkehren können. Sind es Neuronen die beispielsweise bevorzugt auf Bewegungen nach rechts reagieren, so drehen sie während einer Sakkade ihre Richtungsspezialisierung um und reagieren auf Bewegungen nach links, wie die Wissenschaftler erklären. Werde dieses Signal vermischt mit dem anderer Nervenzellen, die ihre Bewegungsrichtung behielten, könne das Gehirn die widersprüchlichen Informationen nicht mehr eindeutig interpretieren. Die Folge: Es nehme gar kein bewegtes Bild wahr.


AWP News Agenturmeldung 24.04.2002

Kopfschmerz häufig Folge von Augenproblemen.
Wer bei Kopfschmerzen an Migräne oder Entzündungen der Nebenhöhlen oder der Zähne denkt, kann unter Umständen fehlgeleitet sein. Denn Auslöser von Kopfschmerzen sind auch oftmals die Augen. Wie Joachim Küchle vom Berufsverband der Augenärzte Deutschlands "ddp" bekannt gab, sind bei mehr als einem Viertel aller Kopfschmerz-Patienten die Augen Ursache des Leidens. Eine Erkrankung des Auges, der Augenhöhle oder des Tränenapparates führe oftmals zu Beschwerden, die der Betroffene als Stirn- und Schläfenschmerzen wahrnehme. Denn der vom Auge ausgelöste Schmerz strahle meist in dessen Umgebung aus und mache sich dort besonders intensiv bemerkbar. Dadurch bestehe die Gefahr von Fehldiagnosen.


Medical Tribune 02.11.2001

Wenn Kinder nicht lesen lernen, liegt's an den Augen?
Oft ist es gar keine echte Legasthenie, sondern es sind Sehschwächen, die Kindern mit Lese-Rechtschreib- Störung (LRS) das Erkennen von Worten erschwert, heisst es im Ophthalmologen. Den Verdacht darauf sollten Leseschwächen erregen, die im Laufe der Untersuchung stärker werden, da die Augen ermüden. Liest das Kind schon von Beginn an stockend und fehlerhaft, ist dagegen eine echte Legasthenie wahrscheinlicher. Kollegen der Universitäts-Augenklinik Göttingen haben 33 Kinder und Jugendliche mit LRS untersucht, die wegen Kopfschmerzen oder Ermüdung beim Lesen zur Behandlung kamen. Mittels spezieller Tests fand man bei 84 % kleine Augenfehler. Meist lagen Akkomodationsschwächen vor wie unkorrigierte Hyperopien, Hypoakkomodationen und/oder minimales Schielen. Durch die Korrektur der Sehfehler verbesserte sich bei 78,8 % das Lesen und Schreiben. Nur sieben von 33 Kindern hatten eine echte Legasthenie. Deshalb fordern die Autoren, Kinder mit LRS intensiv auf Augenprobleme zu untersuchen und auch kleinste pathologische Befunde zu korrigieren. Quelle: Sabine Motsch et al" Ophthalmologe, Vol. 98 (2001)


Neues vom schweizer Augenoptikmarkt Publitestumfrage 2001(Link zu www.sov.ch)

sda Oktober 2001

Die Sicht des ewigen Zweiten
Ein kurzsichtiger englischer Greyhound hat von einem Tierarzt Kontaktlinsen bekommen und gewinnt nun plötzlich ein Hunderennen nach dem anderen. Wie die Zeitung «Sun» berichtete, war der Hund vorher immer Zweiter geblieben. Seine Besitzerin brachte ihn daraufhin zum Tierarzt Pip Boydell in Manchester, der auf Augenleiden spezialisiert ist. Boydell, fand heraus: «Der Greyhound war stark kurzsichtig und wurde immer Zweiter, weil er dem Hund folgte, der vorne war.» Er habe Angst gehabt, sich sonst zu verlaufen. Boydell fertigte für seinen Patienten spezielle Kontaktlinsen an, die zwar während des Rennens etwas verrutschen, aber bis zum Ziel drin bleiben. Damit habe der Hund endlich den Plüschhasen sehen können, den die Hunde beim Rennen verfolgen. Hunderennen sind in Grossbritannien nach Fussball der grösste Publikumssport.


Medizinzeitung 23.08.2001

Die Brille die denkt...
US-Forscher haben eine «intelligente» Brille entwickelt, die sich den Sehgewohnheiten anpasst. Sie erkennt, wohin der Träger schaut und stellt die Gläser entsprechend ein. Die Brille soll Fehlsichtigen das lästige Wechseln zwischen Lese- und Fernbrille abnehmen und könnte herkömmliche Zweistärkengläser ersetzen. Der Prototyp ist noch unreif, aber er funktioniert. Die Gläser senden einen Infrarotstrahl aus, der die Entfernung zum betrachteten Objekt bestimmt. Ein Mikrochip berechnet die nötige Gläserstärke, die dann eingestellt wird. Eine elektrische Spannung verändert dazu die optischen Eigenschaften des Glases. Neben den technischen Problemen bereitet den Entwicklern auch das äussere Erscheinungsbild der Brille Schwierigkeiten. Die raffinierte Technik muss noch so verpackt werden, dass die Träger der Brille nicht aussehen wie «Computerstreber».


Pressetext Schweiz AG 30.6.2001

Brille passt sich Sehgewohnheiten an
US-Forscher haben eine "intelligente" Brille entwickelt, die sich den Sehgewohnheiten anpasst. Sie erkennt, wohin der Träger schaut und stellt dann die Gläser entsprechend ein. Die Brille soll Fehlsichtigen das lästige Wechseln zwischen Lese- und Fernbrile abnehmen und könnte herkömmliche Zweistärkengläser ersetzen, wie die New York Times berichtet. "Der Prototyp ist noch unreif, aber er funktioniert", betont Ron Blum, Chef der Firma "e-Vision", die das Produkt in wenigen Jahren zur Serienreife bringen will. Die Gläser senden einen Infrarotstrahl aus, der die Entfernung zum betrachteten Objekt bestimmt. Ein Mikrochip berechnet die nötige Gläserstärke, die dann eingestellt wird. Eine elektrische Spannung verändert dazu die optischen Eigenschaften des Glases. Neben den technischen Problemen bereitet den Entwicklern auch das äußere Erscheinungsbild der Brille Schwierigkeiten. Die raffinierte Technik muss laut dem Optikexperten der Indiana University in Bloomington Larry Thibos noch so verpackt werden, dass die Träger der Brille nicht aussehen wie "Computerstreber".


Active Live 01.04.2001

Impfstoff gegen Grünen Star
Schädigungen der Sehnerven durch ein Glaukom - auch Grüner Star genannt - wollen Wissenschaftler des Weizmann-Institutes jetzt mit einer Impfung aufhalten. Ein Eiweissstoff, der ursprünglich zur Behandlung der Multiplen Sklerose (MS) entwickelt wurde, kann laut den israelischen Wissenschaftlern auch die Zerstörung des Sehnervs und damit ein Erblinden verhindern. Bisher kann beim Glaukom zwar der erhöhte Druck im Auge gesenkt werden, die Zerstörung des Sehnervs wird dadurch aber nicht komplett verhindert.


Tagesanzeiger 14.7.2000

Stammzellen retten Augenlicht
In den Laborgefässen findiger Biotechnologen gedeiht seit einigen Jahren die Zukunft der Transplantationsmedizin: Forscher züchten aus undifferenzierten, ewig jungen Stammzellen fertige Gewebe, die sie Patienten einpflanzen. Bislang glückte das Verfahren nur bei Haut und Knorpel. Doch schon bald könnten auch Menschen mit Augenerkrankungen profitieren. Zwei Forscherteams aus Taiwan und den USA pflanzten aus Stammzellen gezogene Hornhäute in die Augäpfel von insgesamt 20 Patienten ein, die wegen Verletzungen, Infektionen oder allergischen Hornhautreaktionen zu erblinden drohten, viermal gelang der Eingriff. Die Testpersonen konnten anschliessend besser sehen, oder ihr restliches Sehvermögen stabilisierte sich. Herkömmliche Rettungsversuche, wie die Implantation von Spenderhornhäuten haben versagt, weil sie die ebenfallsgeschädigten Stammzellen des Auges nicht ersetzen konnten. Die Transplantate aus dem Labor enthalten dagegen auch Stammzellen, die zumindest über Monate hinweg als Jungbrunnen dienen. zudem wird ein Stück Biotech - Hornhaut vor der Implantation eingefroren und kann - wie in einem Fall geschehen - für einen zweiten Versuch genutzt werden. Die Stammzellen kamen entweder vom anderen Auge des Patienten oder von einem nahen Verwandten. Die Spender mussten ein knapp eineinhalb Millimeter grosses Quadrat ihrer Hornhaut opfern, was immer folgenlos blieb.


Blick 8.7.2000

Chip im Auge macht Blinde wieder sehend
Medizin - Sensation: Dank einer künstlichen Netzhaut können drei blinde Amerikaner wieder sehen.Sie litten an einer unheilbaren Augenkrankheit, die sie erblinden liess. Zum ersten Mal wagten nun Ärzte am Central DuPage-Hospital in Winfield (US-Bundesstaat Illinois) die Verwendung einer künstlichen Netzhaut um den dreien das Augenlicht zu retten. Herzstück ist ein Stecknadelkopfgrosser Computerchip. Er enthält in einer papierdünnen Schicht 3500 mikroskopisch kleine Solarzellen. Sie wandeln das einfallende Licht in elektrische Impulse um, die direkt an den Sehnerv weitergeleitet werden. Eingesetzt ins Auge wurde der Chip mit Hilfe eines speziellen Operationsmikroskops. Damit konnten die Chirurgen den Chip am Augenhintergrund «verschweissen». Noch müssen die drei Patienten Augenklappen tragen. Erste Sehtests zeigten aber, dass ihr Sehvermögen teilweise wiederhergestellt werden konnte.


Zusammengefasst aus Medical Tribune 08.9.2000

Vorsicht beim Zurückschneiden: Der Pflanzensaft im Christusdorn kann das Auge verätzen.
Wer seinen Christusdorn oder andere Wolfsmilchgewächse auf das gewünschte Mass zurecht stutzen möchte, sollte dazu besser eine Schutzbrille aufsetzen. Gerät nämlich der Pflanzensaft ins Auge, kann dies nicht nur schmerzhaft sondern auch bedrohlich für die Seh­kraft sein.Die Symptome, die der giftige Pflanzensaft auslöst, ist im Prinzip bei allen gleich: Initial ein brennender, stechender Schmerz, ein tränendes, lichtempfindliches Auge, verbunden mit Verschwommensehen. Die durch Euphorbiensaft hervorgerufene okuläre Entzündung reicht von der milden Konjunktivitis bis hin zur schweren Keratouveitis. Unterbleibt die adäquate Therapie, können die betroffenen Patienten aber auch erblinden, warnen britische Ophthalmologen.

MedCon Health Contents 09.10.2000

Vorsicht beim Überbrücken von Autobatterien: Gefahr für die Augen
Vorsicht ist beim Überbrücken von Autobatterien bei liegen gebliebenen Fahrzeugen geboten. Ein solcher Startversuch kann nämlich im wahrsten Sinne des Wortes ins Auge gehen.
Die Autobatterien enthalten Schwefelsäure und produzieren Wasser- beziehungsweise Sauerstoffgas. Wenn dieses Gas beim unsachgemässen Überbrücken mit einem Feuerfunken in Berührung kommt, so kann die Batterie explodieren. Dabei können herumfliegende Teile ins Auge gelangen. Die Säure kann beim Kontakt mit dem Auge schwere Gewebeverletzungen hervorrufen, die bis zur Blindheit führen können.
Im Falle einer Verätzung sollte man das Auge mit klarem Trinkwasser spülen. Dabei sollte schnell gehandelt werden, um schwere Augenverletzungen zu vermeiden oder zumindest den Schaden einzugrenzen. Das Auge sollte mindestens 15 Minuten gut ausgespült werden, bevor man einen Notarzt konsultiert.


Limmattaler Tagblatt 08.02.2000

Leseschwäche: it nur einem Auge besser Lesen lernen
Kinder mit einer Leseschwäche, Dyslexie genannt, verlieren beim Versuch, einem Text zu folgen, die Kontrolle über die Bewegungen der Augen. Ihre Blicke springen hin und her. John Stein von der University of Oxford hat an 144 dyslektischen Kindern untersucht, ob der Gebrauch nur eines Auges deren Lesefähigkeiten verbessert. Der Hälfte der etwa neun Jahre alten Kinder wurde ein Auge mit einem undurchsichtigen Pflaster verdeckt. Nach drei Monaten hatten die Kinder dieser Gruppe weitaus grössere Lesefortschritte erzielt, als diejenigen, die weiter versucht hatten, mit beiden Augen zu lesen, meldet "New Scientist".


Kommentar: Das wissen viele schon lange: Binokularprobleme (Probleme mit der Beidäugigkeit) können Schwierigkeiten beim Schreiben und Lesen verursachen!- Ähnlich wie eine Dyselexie (Dyskalkulie oder Legasthenie).


Medical Tribune 10.12.99

Kaiserschnitt für das Auge?
Kurzsichtigkeit ist noch lange kein Grund, einer Schwangeren zum Kaiserschnitt zu raten. Denn entgegen vielfacher Vermutungen droht ihrer Netzhaut durch die Presswehen keinerlei Schaden. Um dies zu beweisen erhoben Augenärzte der Berliner Charité bei 30 Schwangeren mit einer Myopie von mindestens -3 dpt vor und nach der Entbindung einen kompletten ophthalmologischen Status. Die gefürchteten Löcher, Blutungen oder Retinaablösungen blieben jedoch auch nach der Presserei aus.


Basler Zeitung 18.12.99

Wer hat die grössten Augen?
Fischsaurier hatten nach einer jüngsten Studie die grössten Augen aller Wirbeltiere. Die Meerestiere mit einem Augendurchmesser von mehr als 22 Zentimeter seien zudem sehr gute Taucher gewesen, die vermutlich Tiefen bis zu 600 Metern erreichten. Zu diesen Ergebnissen kommt ein kanadisch-amerikanisches Forscherteam nach Untersuchungen von Knochen und Augenhöhlen der vor rund 90 Millionen Jahren ausgestorbenen Tiere. Ryosuke Motani, der gerade am Royal Ontario Museum in Toronto arbeitet, und Kollegen stellen hier Studie im britischen Fachmagazin «Nature» (Bd. 402, S 747) vor. Bislang bekannter Rekordhalter mit der Augengrösse einer mittleren Wassermelone sei der rund vier Meter lange Ophthalmosaurus. Motani vermutet jedoch, dass es Saurier mit noch grösseren Augen gegeben haben könnte. Selbst die Augen von über zwanzig Meter langen Blauwalen haben nur rund 15 Zentimeter Durchmesser. Die Lichtempfindlichkeit der Saurieraugen sei etwa so gross wie die von Katzenaugen, und Katzen könnten theoretisch noch in Wassertiefen von 500 Metern sehen.


Die Botschaft 18.12.99

Erfolgreiche Behandlung von Augentumoren mit Protonen
Villigen- Am Paul Scherrer Institut ist zum 3 000. Mal ein Patient, der an Augenmelanom leidet, mit der am PSI entwickelten Protonentherapie Technik behandelt worden. Mit einer Erfolgsrate von 95 Prozent liegt das PSI hier International an vorderster Front.
Diese Woche wurde am Paul Scherrer Institut (PSI) an der Anlage Optis der 3000. Patient behandelt. Die spezielle Protonentherapie- Technik für die Behandlung von Augenmelanomen wurde vom PSI 1984 in Europa eingeführt und seither in enger Zusammenarbeit mit dem Hospital Ophtalmique, Lausanne, eingesetzt. Beschleunigte Protonen aus einem Zyklotron, welches ursprünglich ausschliesslich der physikalischen Forschung diente, werden einem präzisen Strahl fokussiert und die kranken Zellen auf den Augenhintergrund geleitet, wo sie stoppen und die genau berechnete Strahlmenge abgeben. So hat die Therapie mit Protonen im Vergleich Strahlentherapieverfahren den Vorteil, dass sie das gesunde Gewebe optimal schont. Die PSI- Statistik der letzten zehn Jahre zeigt, das bei 98 Prozent der Patientinnen und Patienten der Augentumor lokal beherrscht und in mehr als 90 Prozent der Fälle das Sehvermögen mindestens so weit erhalten werden kann, wie es vor der Behandlung war. Optis gilt weltweit als Referenzanlage. Mehrere andere Institutionen haben in den letzten Jahren die Technik des PSI übernommen und Behandlungszentren errichtet. Die Strahlentherapie mit Protonen wird seit drei Jahren mit einer neuartigen, ebenfalls am PSI-Spot-Scanning- Technik - nun auch für die Behandlung von tief im Körper liegenden Tumoren eingesetzt. Das PSI ist international das erste Zentrum welches Krebspatientinnen und -Patienten mit dieser Technik behandelt. Weltweit bekunden Spitäler und Kliniken dafür grosses Interesse und das PSI beabsichtigt im kommenden Jahr seine Bestrahlungstechnik zusammen mit Industriepartnern zu einem kommerziellen Produkt weiter zu entwickeln. Parallel dazu wird die Forschung verstärkt, um unterschiedlichste Tumorarten in allen Regionen des Körpers behandelt zum können. Zudem werden die bestehenden Einrichtungen am PSI ergänzt und erweitert, damit deutlich mehr Patientinnen und Patienten von dieser neuartigen Behandlung, die das gesunde Gewebe optimal schont, profitieren können. Für die Realisierung dieses Projekts ist das PSI auf Sponsoren angewiesen.

Kommentar: Uns freut das besonders, weil wir am Aufbau der Anlage 1984 als verantwortliche für den augenoptischen Teil beteiligt waren.
 
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